Zauneidechse (Lacerta agilis)

Allgemeines

  

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) gehört der Familie Echte Eidechsen (Lacertidae) an. Das Verbreitungsareal erstreckt sich von Westfrankreich über ganz Mittel- und Osteuropa sowie Südschweden, über das Baltikum, bis zur Südspitze des Baikalsees im äußersten Osten. Dort besiedeln sie vor allen Dingen sonnenexpornierte Waldränder, Bahndämme, Steinbrüche, Gärten und Böschungen. Die Zauneidechse kann eine Gesamtlänge von etwa 25 cm erreichen. Sie sind insgesamt kräftiger als die auch in Deutschland beheimateten Wald- und Mauereidechsen. Zur natürlichen Beute der Zauneidechse gehören hauptsächlich Heuschrecken, Käfer, Wanzen, Ameisen sowie Spinnen und Regenwürmer.

Haltung

 

Meine zwei Zauneidechsen halte ich in einem gut strukturiertem, stark bepflanzten Freilandterrarium mit den Maßen 100x40x40. Dies stellt für mich das Mindestmaß für ein Paar Lacerta agilis da. Das Terrarium sollte in Südrichtung aufgestellt sein. Ich benutze hierfür ein einfaches Aquarium das für eine ausreichende Belüftung und um einen Hitzestau zu vermeiden nach oben hin lediglich mit einem feinen Maschendraht abgedeckt ist. Von Vorteil ist zudem wenn man das Terrarium bei zu großer Hitze künstlich beschatten kann. Da das Terrarium auf meiner Terrasse steht brauch ich dazu nur meine Markisse auszufahren.

Beflanzt ist das Terrarium mit verschiedenen Bodendeckern die es günstig in den Baumärkten zu kaufen gibt.

Eine halbjähriges Tier im "gepunkteten Jugendkleid".

Meine Zauneidechsen sonnen sich sehr gerne und ausgiebig, trotzdem sollte man für kühlere Versteckbereiche im Erdboden sorgen. Zum Beispiel ist der Stein auf dem sich das Männchen gerade sonnt unterhöhlt und wird sehr gerne von den Tieren aufgesucht. Auch sollte immer frisches Wasser zur Verfügung stehen.

Verfüttert werden hauptsächlich Grillen, Heimchen, Mehlwürmer, Regenwürmer oder frisches Wiesenplankton. Ab und zu werden die Futterinsekten mit reinem Kalcium bestäubt. Meine Zauneidechsen jagen sehr aktiv, fressen das Futter aber auch aus der Hand wenn es sein muß.

Als Bodengrund habe ich eine Mischung aus ungedüngter Blumenerde und Sand eingebracht.

Da es durch den Maschendraht ungehindert in das Terrarium hereinregnen kann mußte ich dafür sorgen, dass das Wasser auch wieder aus dem Terrarium entweichen kann ohne alle Pflanzen und Tiere zu überschwemmen. Hierzu habe ich als Drainage eine Schicht runden groben Kies in das Terrarium eingebracht in der sich das überschüssige Wasser sammeln kann und in eine Seite des Aquariums drei Löcher, aus der das überschüssige Wasser wieder abfliessen kann, gebohrt. Diese Methode hat sich in der Praxis bewährt und ich kann sie weiterempfehlen.

Die Tiere werden 4 Monate bei ca. 5 Grad Celsius im Kühlschrank überwintert. Hierbei ist darauf zu achten dass die Tiere nicht austrocknen. Das Substrat sollte nicht so knochentrocken aber auch nicht patschnass sein. Die Übergangszeiträume Mitte März bis Ende April und Mitte Oktober bis Mitte November verbringen die Tiere im Zimmerterrarium.