Ringelnatter (Natrix natrix natrix)

Allgemeines

 

Die Ringelnatter (Natrix natrix natrix) gehört innerhalb der Unterfamilie Wassernattern (Natricinae) zur Gattung Europäische Wassernattern (Natrix). Von den europäischen Wassernattern hat die Ringelnatter mit ihren zahlreichen Unterarten das am weitesten nach Norden reichende Verbreitungsgebiet. Es umfasst fast ganz Europa bis Vorderasien. Man findet sie an Teichen, Mooren und Sümpfen. Aber auch auf Wiesen in Gärten oder Parks wird die Ringelnatter häufig angetroffen. Das Beutespektrum der Ringelnatter umfasst hauptsächlich Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche. Gelegentlich werden aber auch Fische oder Kleinsäuger erbeutet. Die Ringelnatter ist die häufigste Schlange Deutschlands. Östlich des Rheins lebt die Nominatform (Natrix natrix natrix) und westlich des Rheins die Barrenringelnatter  (Natrix natrix helvetica) die insgesamt größer und kräftiger als die Nominatform wird. Es wird von Längen von bis zu 170 cm berichtet.

Haltung

 

Mein Ringelnatternpaar bewohnt ein 120x60x60 großes Vollglasterrarium mit einem großen Wasserteil. Anders als bei den Zornnattern die in einem Holzterrarium hausen, ist bei Ringelnattern ein Terrarium aus Glas vorzuziehen. Zum einen lässt sich ein Wasserteil besser in das Terrarium integrieren und zum Anderen ist bei den mitteleuropäischen Ringelnattern darauf zu achten, dass es in dem Terrarium nicht zu warm wird was natürlich durch die dämmende Eigenschaft von Holz eher von Nachteil wäre. Holzterrarien sind daher bei sehr wärmeliebenden Reptilien die Wahl. Beleuchtet wird das ganze mittels einer T5-Neonröhre sowie einem schwachen 20w-Halogenstrahler der punktuell einen Platz zum sonnen schafft, aber das Terrarium insgesamt nicht zu sehr aufheizt.

Man sieht hier schon deutlich den Größenunterschied zwischen den beiden gleichaltrigen Geschlechtspartnern. Die Männchen werden meist nicht größer als 80 cm während die Weibchen Größen von bis zu 120 cm erreichen und auch insgesamt deutlich kräftiger werden.

Auch das Ringelnatternterrarium ist mit einer Felsenrückwand mit entsprechenden Terrassen ausgestattet. Obwohl die Ringelnatter eigentlich keine Kletterschlange ist werden die Möglichkeiten der Felsenrückwand gerne und häufig genutzt.

Der Bodengrund besteht aus trockener Terrarienerde. Ferner habe ich das Terrarium mit Kletterästen, großen und kleinen Steinen, Wurzeln und Kunstpflanzen ausgestattet. Auch dürfen diverse Versteckmöglichkeiten nicht fehlen, obwohl meine Ringelnattern kaum Gebrauch davon machen. Während junge Ringelnattern noch relativ scheu sind werden sie mit zunehmendem Alter doch immer zutraulicher und neugieriger und verlieren ihre Scheu.

Ringelnattern halten sich gerne und viel im Wasser auf. Wenn es sein muß gehen Sie auch im und unter Wasser auf die Jagd. Es ist sehr interressant anzuschauen wenn sie z.B. lebende Moderlieschen oder Blaubandbärblinge erbeuten.

Meine Ringelnattern fressen im Terrarium hauptsächlich Fisch (was der natürlichen Nahrung Amphibien am nächsten kommt) sowie Mäuse der entsprechenden Größe. Zusätzlich erhalten sie ab und zu einen Vitamin-B Zusatz.

Überwintert werden die Tiere für mindestens 4 Monate im Kühlschrank bei einer Temperatur von ca. 4 Grad. Ich habe festgestellt, dass bei höheren Temperaturen die Tiere in ihren Überwinterungsboxen noch sehr aktiv sind und nicht zur Ruhe kommen. Auch darf eine Wasserschale in der Überwinterungsbox nicht fehlen da die Schlangen auch während der Winterruhe ihren Flüssgikeitsbedarf darüber decken.

Mein Ringelnatternweibchen hat schon im Alter von zwei Jahren ihr erstes Gelege abgesetzt das auch wie ihr zweites Gelege komplett befruchtet war.

Die Kleinen sind nach dem Schlupf nicht viel größer als ein Regenwurm.....

Alles in allem ist die Ringelnatter eine extrem interressante Schlangenart die unbedingt zu empfehlen und auch für Anfänger in der Schlangenhaltung gut geeignet ist.